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Wie seid ihr zu euerm Yamaha-CSP gekommen – erzählt von den ersten Erfahrungen …

in Mitglieder - Neues - Begrüßung - Vorstellung 17.05.2020 19:24
von ollelinse • 23 Beiträge

Also ich war eigentlich gar nicht auf der Suche nach einem Instrument. Mit meinen beruflichen Verpflichtungen, Hobbys, Haus und großes Grundstück bin ich war und bin ich eigentlich schon ziemlich komplett ausgelastet. Aber ein alter Freund meiner alten Brandenburger Heimat berichtete mir im Oktober 2019 mit einem Youtube-Link „Yamaha Clavinova CSP-170 Digital Piano Review“ von diesem Gerät. Dann kamen noch einige andere Links und wunderte mich, weil ich ihn noch nie an- oder mit einem Instrument gesehen hatte. Bei ihm blieb es aber bis dato bei einem Traum und der Vorfreude, der Kostenfaktor holt in immer wieder in die Realität zurück. Die nächsten 2 Wochen war ich dann intensiv im Internet unterwegs um mehr über das Yamaha CSP-170 zu erfahren. Ich schrieb Händler an, durchstöberte das recht dürftige Angebot von Herstellerdokumentationen und Pressemitteilungen. Ich meldete mich bei verschiedenen Musiker-Foren an, überall dort wo das CSP einmal Erwähnung fand. Stellte Fragen oder stellte auch meine Meinung (die noch keinen Praxisbezug hatten) zur Diskussion. Dann, zu meinem 65. machte mir die matt-weiße Ausführung selbst zum Geschenk. Bestellt wurde es im Bundle mit Hocker, Kopfhörer und einem Notenbüchlein bei einem großen deutschen Musikhaus. Da ich kein Freund der Apfel-Geräte bin, musste ich mir noch ein Android-Tablet zulegen. Mich streng an die Yamaha-Freigaben haltend, nahm ich das Samsung Galaxy S5e. Aus heutiger Sicht hätte es auch z.B. auch ein Lenovo Tablet getan, das ich inzwischen von meinem Internetprovider nach einem Tarifwechsel kostenfrei als Zugabe bekommen habe. Aber ich schätze es auch sehr, mit mehr als einem Smartgerät am CSP unterwegs zu sein.
Auf jeden Fall zeigte sich, dass im Vorfeld der Lieferung weder Yamaha noch der Musikhandel zufriedenstellend meine Fragen beantworten konnte. So behauptete das Musikhaus, dem Gerät würde der WLAN-Adapter UD-WL01 würde dem Gerät nicht beiliegen, ich müsse es gesondert kaufen. Na zum Glück tat ich das nicht! Yamaha gab mir bei meiner Frage zum USB2Host Verbindungskabel eine falsche Auskunft. Ich wollte mir den OTG-Adapter sparen und stattdessen ein direktes, dezenteres Verbindungskabel verwenden (ohne zu wissen, dass bei OTG eine Brücke im Stecker gelötet ist). Aber dann war das Piano da, die Freude und andere Schwerpunkte rückten in den Vordergrund. Anfangs kümmerte ich mich vorrangig um die Schnupper-App „Flowkey“ weil ich tatsächlich ernsthaft vorhatte vom „Blatt“ spielen zu lernen. So schön diese App auch ist, sie machte mir auch klar welch langer und steiniger Weg noch vor mir lag. Dazu kam, dass MIDI auch dort nur halbherzig und als Einbahnstraße implementiert ist. Zum Jahresbeginn, nach Ablauf des Gutscheins, verlängerte ich das Abo nicht. Mir wurde bewusst, dass – will ich echte Freude an meinem Piano haben, ich mich nicht die nächsten 5-10 Jahre mit „klassischer Klavierschule“ rumquälen durfte. Fortan waren die Noten für mich nur noch eine Orientierung bei Unklarheiten und ggf. für den pünktlichen Einsatz oder Notenlänge. Das Spielen mit LED-Unterstützung macht mir Freude und unterfordert mich in keinem Fall. Die Chance, dadurch in relativ kurzer Zeit meine Lieblingsstücke spielen bzw. mitspielen zu können wiegt für mich persönlich viel mehr, als die unsichere Aussicht eventuell irgendwann einmal einige Lieder bei ständiger Übung (LED) frei spielen zu können. Das schließt natürlich nicht aus, mal ein Weihnachtslied ohne Lichter einzuüben…

In den ersten Januartagen dieses Jahres lernte ich Harald in einem Klavierforum kennen, und seit diesem Zeitpunkt ist der Weg den ich mit dem CSP-170 für mich festgelegt. Harald wendet viel Liebe und Zeit auf, um unsere gemeinsamen Ziele voranzubringen, ist ständig um klare und verständliche Dokumentationen seiner Arbeit bemüht und teilt seine Ergebnisse sehr freigiebig. Sein 2-jähriger Vorsprung im Umgang mit dem CSP ist dabei ein großer Vorteil für einen Newbie wie mich. Wir pflegen einen regelmäßigen Erfahrungs- und Datenaustausch und ich freue mich auch, über diesen und den Weg dieses Forums die eine oder andere Idee in Andreys ConPianist-Projekt einbringen zu können. Gleichermaßen bin ich aber auch daran interessiert, dass die Mängel der Yamaha Smart Pianist-App abgestellt werden und dort bei Updates mehr als nur farbliche Veränderung angeboten werden. Aber es ist schon ein himmelweiter Unterschied, ob unsere praktischen Erfahrungen in irgendwelchen Postfächern des Internets verhungern, oder bei einem engagierten Programmierer landen der unserer Ziele teilt.
Meine Maxime lautet: Anpassung, leichte Handhabung und Verwaltung von Midi-Files für gute Spielbarkeit und Ausnutzung der Yamaha-Voices um jeden Tag neue und schöne Stunden mit unserer Musik zu erleben. Das kann an einem Tag ein Solostück sein, an anderen Tagen fühle ich mich als Teil einer Band (ich sage immer: mein Panikorchester)…

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